Kleine, aber feine Konzerthallen

Die Beatles haben ihre Karriere in einem Club in Hamburg begonnen, dem Star Club, auch heute sind die kleineren Hallen oft die erste Gelegenheit, sich einem großen Publikum vorzustellen. Aber auch renommierte Künstler suchen gerne den engeren Kontakt zu ihren Fans. In Frankfurt am Main hat die Batschkapp einen Kultcharakter.

Sie wurde 1976 gegründet, damals eng verbunden mit der linksalternativen Szene im Rhein-Main-Gebiet. Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer war Stammgast. Die Toten Hosen traten hier ebenso auf wie REM und Nirvana.

Ebenfalls in Hessen, aber noch älter, ist das Black Inn im kleinen Städtchen Wetterau. Es ist 1966 als Rockclub eröffnet worden und ist weiter über die Wetterau und die Landesgrenzen bekannt. Nur die Corona-Krise zwang die Besitzer zu einer temporären Schließung.

Das Basement in Köln sollte in den Siebzigerjahren Jugendlichen eine Möglichkeit geben, Rockkonzerte auch außerhalb der Jugendzentren zu besuchen. Es ist unter einer Kirche untergebracht und schrieb schnell Musikgeschichte: Hier traten nicht nur Purple Schulz und BAP auf, sondern sogar Annie Lennox. Die Legende sagt, dass hier Wolfgang Niedecken den Gitarristen Major Heuser traf und das die Geburtsstunde von BAP war.

Punkclub in Berlin

Punkclub in Berlin - Kleine, aber feine Konzerthallen

In der Bundeshauptstadt gehört SO 36 zu den kultigsten Locations überhaupt. Wer in der Punk-Musikszene etwas auf sich hält, muss hier einmal aufgetreten sein. Der Club, der sich nach der alten Postadresse von Potsdam benannt hat, war in den 80er Jahren ein Zentrum der New Wave und Punk-Szene.

In Hamburg knüpft die Große Freiheit 36 an die Tradition des Star Clubs an. Die Örtlichkeit auf der bekannten Reeperbahn hat große Namen gesehen, wie die Image Dragons, Pearl Jam und Rammstein.